IG Metall-Bezirksleiter Friedrich: "Um in der Friedenspflicht bis Anfang März zu Lösungen zu kommen, müssen sich die Arbeitgeber bewegen"

Konstruktive Tarifverhandlungen für die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie / Gespräche werden am 3. Februar fortgesetzt

(18.01.2021) In den Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie gab es heute in Hamburg einen konstruktiven Austausch zu den Themen der Tarifrunde. Die Vertreter von IG Metall Küste und Nordmetall, die wegen der Infektionslage nur im kleinen Kreis zusammenkamen, vertagten die Gespräche nach etwa drei Stunden. Zur dritten Verhandlung treffen sie sich am 3. Februar 2021 in Bremen. Bis dahin vertiefen zwei Arbeitsgruppen Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung sowie zu einem Prozess für betriebliche Zukunftsprozesse.

In den Verhandlungen heute ging es vor allem um Rahmenbedingungen für betriebliche Zukunftstarifverträge. "Wir wollen verbindliche Regeln schaffen, um Themen wie Digitalisierung und Transformation gemeinsam in den Betrieben anzupacken. Dazu sind wir mit Nordmetall in einem konstruktiven Austausch", so Bezirksleiter Friedrich. "Gemeinsam mit den Beschäftigten wollen wir vor Ort die Zukunftsthemen bewegen und Beschäftigung und Zukunftsperspektiven sichern. Dies geht nur gemeinsam."

"Um in der Friedenspflicht bis Anfang März zu Lösungen zu kommen, müssen sich die Arbeitgeber bewegen und einen Lösungsvorschlag vorlegen", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Eine weitere Nullrunde ist den Beschäftigten, die gerade jetzt in der Krise alles geben, nicht zu vermitteln."

Die IG Metall fordert ein Volumen von vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll. Neben betrieblichen Zukunftstarifverträgen soll auch über die Arbeitszeitangleichung in Ostdeutsch-land und die Einbeziehung von Dual Studierenden in die Tarifverträge gesprochen werden.



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