Aktionen der Frauengruppe vor 2010

(30.01.2017) Hier gibt es Berichte und Bilder von Aktivitten und Aktionen die von uns veranstaltet wurden oder an denen wir teilgenommen haben.

AKTIONEN


Kampagne fr saubere Kleidung was hat das mit ffentlicher Beschaffung zu tun? Live-Sendung am runden Tisch am 12. Mai 2009 bei Radio Weser TV


Die Ortsfrauengruppe unter Leitung der Kolleginnen Gaby Kckritz und Ilsabe Zller lud zum Informations- und Diskussionsabend bei Radio Weser TV (vorm. Offener Kanal) am 12. Mai 2009 ein. Als Gste nahmen die Kollegin Renate Sindt, BR-Vorsitzende Klinikum Bremerhaven, und Christiane Schnura, Koordinatorin der Kampagne fr saubere Kleidung aus Wuppertal, teil. Dies war die zweite Veranstaltung zum Thema ffentliche Beschaffung, die in Zusammenarbeit mit dem Nord-Sd-Forum stattfand.


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Der Landtagsbeschluss vom November 2007 fr eine nachhaltige ffentliche Beschaffung mit dem Titel Gegen Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen Fr eine verantwortungsvolle ffentliche Beschaffung und Vergabe verpflichtet beide Kommunen, Bremen und Bremerhaven, bei Beschaffung und Ausschreibungen auf die Kernarbeitsnormen der ILO (internationale Arbeitsorganisation) auf Einhaltung kologischer Standards sowie Standards des fairen Handels zu achten. Doch wie weit sind wir hier im Lande Bremen wie wurde der Beschluss in die Tat umgesetzt? Der Zwischenbericht vom Mrz 2008 zeigt deutlich, dass es mit der Umsetzung gewaltig hapert, der Beirat, der im Frhjahr 2009 das erste Mal tagen sollte, kam nicht zusammen und somit gibt es auch noch keine offizielle Stellungnahme aus Bremen. Doch wo liegen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung? Christiane Schnura klrte auf, dass kaum einer-/-m kommunalen EinkuferIn bekannt ist, woher die Ware stammt, die die Kommune fr die Feuerwehr, fr Krankenhuser und Kindergrten, Mllabfuhr und andere ffentliche Unternehmen einkauft. Ein nicht unerheblicher Teil dieser (Dienst-)Kleidung wird in so genannten Billiglohnlndern in Sdostasien, Mittelamerika und Osteuropa hergestellt. Recherchen machen deutlich, dass bei der Herstellung der Bekleidung massiv Menschen- und Arbeitsrechte verletzt werden (Verbot von Vereinigungen wie Gewerkschaften, gesundheitsschdliche Arbeitsbedingungen, Arbeitsstunden von bis zu 100 Stunden/Woche ohne einen freien Tag, Zahlung keines oder nur eines Mindestlohns, der nicht zum berleben ausreicht und vieles mehr). Gerade wurde wieder ein Fall bekannt, wo eine kranke Nherin am Arbeitsplatz bewusstlos wurde, und die Vorgesetzten erst nach vielen Stunden auf Drngen der anderen Nherinnen erlaubten, dass sie in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo sie dann spter starb.

Die ffentliche Hand hat eine soziale Verpflichtung und sollte in ihrem eigenen Einkaufsverhalten mit gutem Beispiel vorangehen. So ein Beispiel brachte die Kollegin Sindt: Die Wsche und auch die Bekleidung im Klinikum kommt von einem deutschen Hersteller, wird also im eigenen Land gefertigt. Auerdem haben wir eine eigene Wscherei, die auch noch kologisch gut arbeitet, da sie an das Fernwrmenetz der MBA angeschlossen ist. Dass dies ein Einzelfall im Bundesgebiet ist, besttigte Frau Schnura sofort. Es zeigt aber auch, dass sozial vertrglich hergestellte Ware nicht nennenswert teurer ist. Leider gibt es kaum Anbieter in Deutschland mehr, die Dienstkleidung oder andere Ware wie Steine und Computer herstellen. Die ffentliche Beschaffung knnte ein machtvolles Werkzeug zur Frderung von Nachhaltigkeit sein, wenn man bedenkt, dass die ffentlichen Institutionen eine Kaufkraft von 350 Milliarden Euro jhrlich in Deutschland haben! Auf lange Sicht kann dies dazu fhren, dass Firmen den Standards folgen aber dafr mssen Richtlinien und Gesetze geschaffen werden. Andere europische Lnder sind diesen Schritt schon gegangen: In den Niederlanden, Dnemark und in Frankreich gibt es Aktionsplne, die bis 2010 laufen. Bremen/Bremerhaven gehrt zu den fast 130 Stdten und Gemeinden, die den Beschluss fassten, eine verantwortungsvolle Beschaffung zu gewhrleisten. Dass dies ein langer und steiniger Weg ist, steht auer Frage doch nach dem ersten Schritt muss auch ein zweiter folgen!

Am Ende der 45 mintigen Live-Sendung kamen die Teilnehmerinnen zum Schluss, dass sie als aktive Mitgliederinnen einer Gewerkschaft Einfluss nehmen wollen, dass kologische und soziale Standards in den Lieferketten eingehalten werden das htte eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in den Herstellerlndern zur Folge. Denn, wer, wenn nicht wir, mssen uns dafr einsetzen fr uns alle, fr die Unternehmen, die BeschafferInnen und Politik sind Aktivitten fr ein faires Beschaffungswesen vergleichsweise kleine Investitionen in Zeit, Geld und Aufwand. Fr die ArbeiterInnen bedeutet es viel mehr: Eine Chance auf ein Leben und eine Arbeit in Wrde.

Die Ortsfrauengruppe wird sich weiterhin mit dem Nord-Sd-Forum fr die Umsetzung des Beschlusses des Landtags einsetzen! Keine Ausbeutung mit Steuergeldern wir kmpfen fr die Integration von Sozialstandards bei der Vergabe ffentlicher Auftrge!






Unsere Frauengruppe auf der 1. Mai Kundgebung 2009

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Frauentag - 8. Mrz 2009

Unsere Ortsfrauengruppe nahm am diesjhrigen Internationalen Frauentrag in Emden an einer Veranstaltung teil, in der u. a. die Photo-Ausstellung zu den 12 Thesen zur gewerkschaftlichen Frauen- und Gleichstellungspolitik der IG Metall erffnet wurde.


"Gute Arbeit - Gutes Leben - Gute Zukunft"


These 1: Frauenerwerbsttigkeit - selbstverstndlich(,) existenzsichernd!
These 2: Gleiches Entgelt fr gleichwertige Arbeit - jetzt und nicht in 400 Jahren!
These 3: Wir arbeiten, um zu leben - nicht umgekehrt!
These 4: Gute Arbeit ist eine Selbstverstndlichkeit - fr Frauen und Mnner!
These 5: Lebenslang lernen - fr Frauen (k)ein Problem!
These 6: Zwischen Familie und Beruf passt kein "oder"!
These 7: Frauen knnen alles, aber man(n) muss es wollen!
These 8: Soziale Sicherung ist mehr als die Absicherung des mnnlichen Alleinverdieners!
These 9: Mitbestimmung - Frauen vertreten sich selbst am besten!
These 10: Junge Frauen wollen mehr!
These 11: Gemeinsam sind Frauen stark - weltweit!
These 12: Die IG Metall muss weiblicher werden!



Die IG Metall ist eine Gewerkschaft, die durch Beteiligung und Engagement, Kraft und Durchsetzungsvermgen gewinnt.

Nehmen wir selbstbewut den Platz ein, der uns zusteht!


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Die Photoausstellung ist eine Wanderausstellung und wird sicherlich auch bald in unserer Verwaltungsstelle zu sehen sein. Interessierte knnen sich in der Verwaltungsstelle melden, es gibt kostenlos ein Plakat, auf dem ber 100 Photos abgedruckt sind!


Hier die Pressemitteilung zum 08. Mrz 2009 in Emden:

IG Metall: Frauen drfen nicht zu Verliererinnen der Krise werden


Emden Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise hat die IG Metall an Unternehmen und Politik appelliert, die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt nicht zu gefhrden. Wenn in schlechten Zeiten die Jobs knapper werden, sind Frauen oft die ersten, die gehen mssen. Ziel muss sein, die Krise mit allen Beschftigten zu berstehen, sagte IG Metall-Vorstandsmitglied, Helga Schwitzer, anlsslich einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am Sonntag in Emden.

Frauenpolitik ist kein Luxusthema fr gute Zeiten, sagte Schwitzer. Die Politik sei gefordert, einer Verschrfung bestehender Diskriminierungen vor allem in der Krise entgegen zu wirken. Wir brauchen ein gleichstellungspolitisches Sofortprogramm. Frauen drfen nicht zu Verliererinnen der Krise werden, forderte Schwitzer. Sie hob hervor, dass Frauen- und Gleichstellungspolitik mehr erfordere, als die bisher von der Bundesregierung betriebene Familienpolitik. Das werde die IG Metall im Vorfeld der Bundestagswahl zum Thema machen.

Die Unternehmen seien gefordert, Entgeltgleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gleiche Karrierechancen zu frdern. Der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Mnnern zeige deutlich, dass die betriebliche Realitt noch weit entfernt von wirklicher Gleichstellung sei. Das Einkommen von Frauen liege noch immer 23 Prozent unter dem der Mnner und der Unterschied habe sich 2008 im Vergleich zu den Vorjahren noch vergrert. Damit rcke Deutschland im europischen Vergleich immer weiter nach hinten. Die IG Metall setze sich fr eine Gleichstellungspolitik ein, die Gute Arbeit, gutes Leben, gute Zukunft zum Inhalt habe, sagte Schwitzer. Gleichstellungspolitik bedeute: Gleiches Entgelt fr gleichwertige Arbeit, berufliche Chancengleichheit sowie ein eigenstndiges, Existenz sicherndes Einkommen fr Frauen. Unerlsslich seien zudem Arbeitszeiten, die sich an den Bedrfnissen der Beschftigten orientierten, eine eigenstndige Absicherung von Frauen in den Sozialsystemen sowie ein Gleichstellungsgesetz fr die Privatwirtschaft.





Kundgebung am 1. Mai 2008

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Kundgebung am 1. Mai 2007

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Kundgebung am 1. Mai 2005

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Frauen bewegen Politik
8. Mrz 2005 Internationaler Frauentag


Damit die Interessen von Frauen an gleichberechtigter Teilhabe in Wirtschaft und Gesellschaft bercksichtigt werden, mssen sich Frauen gerade in Krisenzeiten selbst einmischen!
Daher stand der Internationale Frauentag unter dem Motto "Frauen bewegen Politik".
Die Frauengruppe Bremerhaven-Cuxhaven beteiligte sich mit einem Informationsstand an einem "Markt der Mglichkeiten" im Columbuscenter vor der Schiffergilde in Bremerhaven. Die Frauengruppe informierte ber die Geschichte "Brot und Rosen" zum Internationalen Frauentag und verteilte Rosen versehen mit einem Handzettel wo, die Bedeutung von Brot und Rosen beschrieben wurde.

Die Frauengruppe fordert ein Chancen Gleiches Europa, ein Gleichstellungsgesetz in der privaten Wirtschaft und Frauen, die sich ihrer Strke bewusst sind und berzeugend und machtvoll auftreten gerade jetzt, damit beim Umbau des Sozialstaates und im betrieblichen Strukturwandel ihre Interessen an chancengleicher Teilhabe nicht unter die Rder kommen.



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Am 28. April 2005 findet der diesjhrige Girlsday statt.

Ziel dieser Initiative ist es, das Berufswahlspektrum von jungen Frauen zu erweitern und ffentlichkeit wie Unternehmen auf die Strken von Mdchen aufmerksam zu machen.
Wir hoffen, dass mglichst viele Betriebe und Unternehmen in diesem Jahr fr den Girlsday gewonnen werden knnen und dass unsere Kolleginnen und Kollegen in den bereits feststehenden Betrieben aktiv an Vorbereitung und Durchfhrung beteiligt werden.
Neueste Infos zum Girlsday sind erhltlich auf der jhrlich aktualisierten Homepage
http://www.girls-day.de





Die Frauengruppe beschliet ihr erfolgreiches und kreatives Jahr 2004 mit einer stimmungsvollen "Weihnachtssitzung"

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Zum Abschluss gab es dann noch ein paar kleine Geschenke -
heibegehrte Glcksbringer fr das neue Jahr 2005!





NEIN zu Verbrechen im Namen der Ehre
TERRE DES FEMMES startet bundesweite Kampagne


Die Fahnenaktion geht weiter: In ber 800 Stdten werden Fahnen zum internationalen Tag NEIN zu Gewalt an Frauen gehisst.

Am 25. November 2004 wird auch die Ortsfrauengruppe der IG-Metall Verwaltungsstelle Bremerhaven/Cuxhaven die Fahne am Gewerkschaftshaus in Bremerhaven wehen lassen!



Der 25. November ist der Internationale Tag NEIN zu Gewalt an Frauen, der im Gedenken an den gewaltsamen Tod der Schwestern Mirabal ins Leben gerufen wurde. Die Mirabalschwestern wurden am 25.11.60 vom militrischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monate-langer Folter ermordet.

Jedes Jahr, seit der Grndung des Vereins 1981, findet dieser Gedenktag unter einem anderen Motto statt. Am 25. November 2004 wird die erstmals zweijhrige Jahreskampagne NEIN zu Verbrechen im Namen der Ehre erffnet.

Jhrlich sterben Tausende von Mdchen und Frauen im Namen der Ehre. Sie werden von mnnlichen Familienmitgliedern gesteinigt, mit Sure bergossen, berfahren oder auf andere grausame Art ermordet. Der Grund: Sie haben sich nicht gem ihrer traditionellen Rolle als Frau ver-halten und somit die Ehre des Mannes bzw. der gesamten Familie verletzt. Aber auch Unterdrckung, Misshandlung, Zwangsheirat und Verstoung von Mdchen und Frauen sind in patriarchalischen Gesellschaften weit verbreitet, um die Ehre zu bewahren oder wiederherzustellen. Die Ehre ist hufig mehr wert als das Leben der Frau.

Ziel der Kampagne ist es, diese schweren Menschenrechtsverletzungen ins ffentliche Bewusstsein zu rcken. Denn auch in Deutschland werden Mdchen und Frauen im Namen der Ehre physisch und psychisch unter-drckt oder sogar ermordet. Im Rahmen der Kampagne soll aber auch eine Prvention auf internationaler Ebene durch Gesetzesnderungen und internationaler chtung angestrebt sowie die Voraussetzungen in die Wege geleitet werden, dass Tter eines Ehrverbrechens angemessen verurteilt werden.

Verbrechen im Namen der Ehre sind kein religises Phnomen. KEINE Religion legitimiert diese schweren Menschenrechtsverletzungen oder schreibt sie gar vor!


Bei weiterem Interesse findet ihr unter folgendem Link mehr Informationen: http://www.frauenrechte.de





Die Frauengruppe am 1. Mai 2004 in Bremerhaven

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Das Transparent fr den 1. Mai 2004 wird an einem Abend fertiggestellt - wie man unschwer erkennen kann, hatten wir sehr viel Spa dabei

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Auch wir waren in Berlin
am 03. April 2004!


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Aktionen der Frauengruppe nach 2009





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Ansprechpartner fr die Frauen in der IG Metall Weser-Elbe


Doreen Arnold
Geschftsfhrerin
der Geschftsstelle Weser-Elbe
Tel: 0471 92203-0
doreen.arnold@igmetall.de